Altersvorsorge mit Aktien und Aktienfonds für Selbstständige
Hinzugefügt am 05. December 2009





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Aktien sind ohne Zweifel eine Form der Geldanlage mit sehr hohen Renditechancen, jedoch auch mit hohen Risiken. In jeder guten Altersvorsorge sollte auch ein Aktienanteil enthalten sein.
Leider ist das Bild, das viele Anleger heute von Aktien haben, ein wenig verzehrt. Begründen dürfte sich das nicht zuletzt durch die Darstellungen von Finanz- und Bankberatern. Die Finanzkrise zeigte in jüngster Vergangenheit deutlich, dass viele Verkaufsversprechen nicht zu halten sind. In der Tat ist es jedoch so, dass es auch schon lange vor der Finanzkrise wiederholt längere Zeiträume gab, in denen mit Aktien keine Gewinne oder sogar nur Verluste erzielt werden konnten.
Das ändert aber nichts daran, dass Aktien grundsätzlich eine empfehlenswerte Form der Geldanlage sind. Schauen Sie einmal nach dem Aufstehen in Ihren Badschrank. Vermutlich steht dort die Zahnpasta von Colgate, der Rasierer von Gillette und das Deo von Beiersdorfer – alles Aktiengesellschaften. Aktiengesellschaften bestimmen das moderne Leben, produzieren Güter unseres täglichen Bedarfs und als Aktionär werden Sie Anteilseigner eines solchen Unternehmens.
Aktien und Altersvorsorge – Chancen nutzen, Risiken senken
Wer Aktien als Teufelswerk ausblendet versäumt Renditechancen, wer ausschließlich auf Aktien setzt, geht hohe Risiken ein. Bei der Geldanlage und insbesondere bei der Altersvorsorge sind stets eine gesunde Mischung und eine rationale Betrachtungsweise notwendig.
So sollten Selbstständige und Freiberufler Ihre Altersvorsorge in risikofreie, risikoarme und risikobehaftete Anteile aufteilen. Eine klassische Kapitallebensversicherung ist mit Sicherheit eine risikofreie, festverzinsliche Wertpapiere eine risikoarme und Aktien eine risikobehaftete Form der Geldanlage.
Zudem sollten Sie das Risiko bei einer Aktienanlage wiederum sinnvoll streuen. Den meisten Menschen dürfte schlichtweg das nötige Kapital fehlen, um zahlreiche Anteile verschiedener Aktiengesellschaften zu kaufen.
Die Alternative sind hier Aktienfonds. Aktienfonds sind automatisch, je nach Anlageziel, in verschiedene Firmen investiert. Sie erhalten die Risikodiversifizierung also vom ersten Euro an.
Aktienfonds – eine gute Alternative
Bei der Wahl von Aktienfonds für die private Altersvorsorge sollten Sie vor allem auf die langfristigen Perspektiven achten. Rohstofffonds, Länder- und Branchenwetten mögen kurz- oder sogar mittelfristig interessante Spekulationen sein, in einer soliden Altersvorsorge haben diese allerdings nichts zu suchen.
Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen Aktienfonds bieten. Streuen Sie Ihr Geld möglichst breit. Den Großteil des Depots sollte ein globaler Aktienfonds ausmachen. Als Beimischung empfiehlt sich ein europäischer Aktienfonds, schon allein unter dem Aspekt des eigenen Währungsraums. Auch ein Emerging Markets Aktienfonds sollte durchaus im Depot enthalten sein, eben nur mit einer angemessenen, kleineren Gewichtung.
Achten Sie allerdings auch darauf, dass Sie nicht überdiversifizieren. Soll heißen, es macht fast nie Sinn zwei, drei oder vier Fonds zu besitzen, die nahezu identisch investieren.