Einlagensicherung bei deutschen Banken

Hinzugefügt am 24. September 2011


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Im Jahr 2009 fand durch die Erweiterung verschiedener Gesetze die letzte Anpassung der Einlagensicherung statt. Konkret betrafen diese Änderungen die Erweiterung des Anlegerentschädigungs- und Einlagensicherungsgesetzes. Ein funktionierendes Banksystem und das Vertrauen von Anlegern, dass ein Verlust der Ersparnisse während einer
Bankenkrise abgesichert sind, sind die wichtigsten Ziele bei der Einlagensicherung. Wie die verschiedenen Mechanismen zur Absicherung der Einlagen funktionieren ist vielen Anlegern jedoch immer noch unbekannt.

Die meisten Privatbanken in Deutschland haben sich im Einlagensicherungsfond des Bundesverbandes deutscher Banken zusammengeschlossen. In diesen Fonds zahlen die Banken einen jährlichen Betrag ein, welcher abhängig vom Umsatz und Bonität der Bank ist. Daraus resultiert,  dass die Sicherungsgrenze wesentlich höher ausfällt als bei der rein gesetzlichen Einlagensicherung. Die öffentlichen Banken wiederum organisieren sich im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands. Hier wird so ähnlich wie im ersten Beispiel verfahren, um eine höhere Absicherung gewährleisten zu können. Bei den Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken gibt es dann andere Modelle der Absicherung, welche nicht im Detail aufgeführt werden müssen. Der springende Punkt ist jedoch, dass beinahe alle Banken versuchen neben der gesetzlichen Einlagensicherung, das Vertrauen ihrer Kunden auch durch eigene Sicherungsmodelle zu gewinnen.

Gerade in Zeiten der Finanzkrise wie sie uns die letzten Jahre getroffen hat, machen sich die Anleger viele Gedanken um ihre Ersparnisse. Für viele ist der Zusammenbruch der amerikanischen Bank Lehman Brothers oder die nur knapp abgewendete Pleite der Hypo Real Estate Bank noch sehr aktuell. Diese konnte nur verhindert werden, weil der Staat in letzter Sekunde eingegriffen hat. Es ist klar, dass sich viele Sparer große Sorgen darüber machen, was mit ihren Ersparnisse geschehen würde, wenn eine Finanzkrise richtig durchschlägt. Solange sich die Banken jedoch ihrer Verantwortung bewusst sind und die staatlichen Maßnahmen funktionieren, muss man sich als Anleger in Deutschland auf lange Sicht keinerlei Sorgen machen.

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