Günstiger Telefonieren durch Call-by-Call-Vorwahlen
Hinzugefügt am 06. June 2009





ø 0 / 0 Stimmen
Nach der Aufhebung des Fernsprechmonopols der Deutschen Telekom am 1. Januar 1998 überschwemmte eine Vielzahl an Call-by-Call-Anbietern den Markt. Hier erfolgte allerdings im Laufe der Jahre ein Selbstreinigungsprozess. Viele der Anbieter unterschätzten den Ansturm auf ihre Angebote und konnten aufgrund der überlasteten Verbindungsnetze nur noch resignieren aufgeben. Die verbleibenden Anbieter erfinden immer neue Tarifmodelle, um die Kunden auf ihre Seite zu ziehen. Verlockende Angebote zu Vertragsbeginn erweisen sich leider häufig als Fallen, dann nach einer kurzen Periode folgen drastische Preiserhöhungen. Um sich vor solch unangenehmen Überraschungen zu schützen, sollte man prüfen, ob sein gewählter Anbieter vor Beginn eines Gespräches eine kostenfreie Preisansage anbietet.
Einige Anbieter bieten auch eine Tarifgarantie für einen festgelegten Zeitraum an. Der Verbraucherschutz forciert nach wie vor die Verpflichtung zur kostenfreien Preisansage zu Gesprächsbeginn. Bei Call-by-Call Vorwahlen kann man sich für günstige Tarife für Gespräche innerorts, für den Fernbereich oder für Auslandsgespräche entscheiden. Die Handhabung ist recht einfach, vor der gewünschten Rufnummer wählt man die Nummer des Verbindungsnetzbetreibers und telefoniert so zu einem vergünstigten Tarif. Bei Gesprächen innerorts entfällt die Eingabe der Ortsvorwahl, hier genügen die Eingabe der Nummer des Verbindungsnetzbetreibers und die gewünschte Rufnummer. Diese Sonderrufnummern sind in Deutschland nach dem Muster 010xy aufgebaut.
Bei anderen Telefonanbietern als der Deutschen Telekom ist diese Art des Telefonierens leider ausgeschlossen. Diese Anbieter bieten ausschließlich das Telefonieren über ihre eigenen Tarife an. Beachten sollte man auch bei der Auswahl seines Verbindungsnetzbetreibers, ob eine Registrierung erforderlich ist oder nicht. Bei einigen geht man mit der Registrierung eine Clubmitgliedschaft ein, die mit weiteren Folgekosten verbunden sein kann. Hier empfehlen sich ein kostenloser Preisvergleich und ein genaues Studium der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Eine besondere Art des Call-by-Call Telefonierens ist die so genannte Preselection. Es handelt sich hierbei um die Voreinstellung der Sonderrufnummer Ihres Verbindungsnetzbetreibers an Ihrem Telefon. Hat man beispielsweise einen Call-by-Call für seine Gespräche innerorts gewählt, muss bei der Preselection die Sonderrufnummer vor der eigentlichen gewünschten Rufnummer nicht mehr eingegeben werden, diese ist bereits in dem Gerät gespeichert. Diese Voreinstellung kann man beispielsweise durch die Eingabe der Sonderrufnummer eines anderen, möglicherweise günstigeren Anbieters, umgehen.
Die Abrechnung der Call-by-Call Verbindungen erfolgt überwiegend über die Telefonrechnung des eigentlichen Netzanbieters, beispielsweise der Deutschen Telekom. Die Verbindungsdaten für die Call-by-Call Verbindungen werden dem Netzanbieter mitgeteilt und dem Kunden als so genannte „Third-Party-Verbindungen“ in Rechnung gestellt. Wer sich also für Call-by-Call Telefonie interessiert, sollte sich ausführlich informieren und umfassend beraten lassen. So erspart man sich unerwartete Kosten und böse Überraschungen.





